Haltung

Ich glaube nicht, dass Übergänge gelöst werden müssen.

Ich glaube, dass sie gehalten werden wollen.

Übergänge sind keine Fehler im Lebenslauf.

Sie sind Momente, in denen etwas zu Ende geht,

bevor etwas Neues Form annimmt.

Nicht alles, was sich auflöst, ist verloren.

Ich arbeite nicht mit Zielen.

Nicht mit Methoden.

Nicht mit Versprechen.

Ich arbeite mit Präsenz.

Mit Zeit.

Mit dem Raum, der entsteht, wenn nichts beschleunigt wird.

Nicht-Wissen ist für mich kein Mangel.

Es ist ein Zustand, in dem Wahrheit leiser wird

– aber genauer.

Orientierung entsteht nicht dadurch,

dass man weiß, wohin es geht.

Sondern dadurch, dass man spürt, wo man steht.

Ich begleite Menschen nicht, um sie zu verändern.

Sondern um einen Raum zu halten,

in dem Veränderung geschehen darf – oder auch nicht.

Beides ist richtig.

Wenn Du Dich hier wiederfindest,

brauchst Du nichts weiter zu verstehen.

Wenn nicht, ist das kein Zeichen, dass etwas fehlt.